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Der britische Premierminister Boris Johnson gab am Samstag bekannt, dass britische Museen und Galerien vom 5. November bis mindestens 2. Dezember im Rahmen einer neuen Sperrung in England inmitten eines Anstiegs der Covid-19-Fälle im Land schließen müssen. Der Sperrplan soll am 4. November im Unterhaus abgestimmt werden, wird aber mit ziemlicher Sicherheit genehmigt.

Die Nachricht war ein Schlag, da sowohl Galerien als auch Institutionen nach der Schließung von März bis Mai, die durch die anfängliche Ankunft des Coronavirus an der britischen Küste verursacht wurde, Schwierigkeiten hatten, ihre finanzielle Basis wiederzugewinnen. Obwohl die Regierung im vergangenen Sommer dem Kunst- und Kultursektor ein Hilfspaket in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellte, dürften die Auswirkungen einer zweiten Schließung schwierig sein, da Kunstorganisationen aufgrund eines drastischen Rückgangs des Tourismus und der fiskalisch abschreckenden Wirkung notwendiger Maßnahmen wie begrenzter Kapazitäten den ganzen Herbst über auf den Fersen blieben. Darüber hinaus gibt es keine Garantie dafür, dass die Sperrung nicht über die aktuelle Frist hinaus verlängert wird, da Wissenschaftler berichteten, dass Fälle des Virus sogar über das für „vernünftige Worst-Case“ -Szenario hinausgehen.

Institutionen und Galerien in Schottland sind von der Anordnung nicht betroffen und bleiben ab diesem Zeitpunkt geöffnet; Außerhalb des Urteils befinden sich auch Wales, wo Kunstorganisationen derzeit nach einer Schließung von etwas mehr als zwei Wochen am 9. November wiedereröffnet werden sollen, und Irland, wo Museen bis zum 13. November (Republik Irland) oder 1. Dezember (Nordirland) geschlossen sind. Ein relativ heller Fleck: Rishi Sunak, Schatzkanzler, hat angekündigt, dass das britische Job-Retention-Programm, das beurlaubte Arbeitnehmer 80 Prozent ihrer Gehälter für nicht geleistete Arbeitsstunden erstattet, um einen weiteren Monat bis November verlängert wird.

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